Printed in Switzerland

«Printed in Switzerland» ist das Qualitäts- und Herkunftssiegel für Drucksachen aus der Schweiz.

Print vereint die Vorzüge aller Medien.

Ob man will oder nicht: Informationen sind heute allgegenwärtig und vielfältig. Nachrichten, Meinungen und Werbung via Print-Medien, Fernsehen, Online und Mobile begleiten uns durch das Leben. Unzählige Technologien und Kanäle bieten vielfältige Möglichkeiten, ein Produkt oder eine Marke zu positionieren. Doch welches Medium ist heute am effektivsten?

Print vereint die Vorzüge aller Medien. Und: Print weckt Emotionen! Kein anderes Medium spricht so viele Sinne gleichzeitig an wie Print. Und seien wir ehrlich, blättern ist einfach sinnlicher als klicken. Schier uneingeschränkte Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten, rasche Verfügbarkeit und nachhaltige Wirkung mit ausgefallenen, kreativen Möglichkeiten zeichnen Print aus. Untersuchungen zeigen auf, dass Printkampagnen doppelt so effektiv sind wie etwa TV-Kampagnen. Kataloge und und Kundenmagazine beispielsweise beschäftigen Kunden bis zu 25 Minuten am Stück, jedes Mal, wenn sie das Printprodukt in Händen halten.

Gedruckte Medien funktionieren, weil sie die Bedürfnisse der Kunden verstehen. Eine Drucksache in die Hand zu nehmen, bedeutet, aktiv Zeit und Aufmerksamkeit zu investieren. Informationen werden dadurch nachhaltig aufgenommen. Nur mit Print lassen sich komplexe Botschaften einfach transportieren. Geschriebenes ist verbindlich, und glaubwürdig, dies zeigen verschiedene Untersuchungen. Print hat dadurch exklusive Qualitäten, die mit keinem anderen Medium erreicht werden.

Mythen und Fakten

  1. Print ist nachhaltig!

    Die grafische Industrie bekennt sich zur Ökologie. Wo einst Unmengen an Entwicklerchemikalien und VOC-haltigen Lösemitteln unumgänglich waren, stehen heute äusserst effiziente und nachhaltige Unternehmen. Moderne, elektronische Verfahren helfen dabei, ohne diese die Umwelt belastenden Stoffe zu produzieren.

    Nachhaltigkeit setzen die meisten mit einem reinen Umweltengagement gleich. Hinter nachhaltigen Produkten und Unternehmungen steht aber auch eine faire Sozialpartnerschaft. viscom pflegt seit Jahrzehnten gemeinsam mit den Gewerkschaften einen modernen, fortschrittlichen Dialog. Nur Unternehmer, die sich heute bewusst mit den Fragen der Sozialpartnerschaft auseinandersetzen, sind ganzheitlich nachhaltig.

  2. Die europäischen Wälder sind seit 1950 um über 30% gewachsen (1). Der Zuwachs beträgt jährlich das Vierfache der Stadt London (2). Die Papierindustrie ist ein relativ kleiner Abnehmer von Holz. 53% der weltweiten Holznutzung wird zur Energieerzeugung verwendet, 28% wandern in Sägewerke und nur gerade 11% in die Papierindustrie (FAO Statstics 2007). FSC, also der Standord zur nachhaltigen Waldwirtschaft, ist als Label in der Papierindustrie weit verbreitet. Die meisten heute am Markt erhältlichen Papiere sind FSC-zertifiziert.

    Der Raubbau an Wäldern kommt in der Regel in den Tropen vor. Die Bäume müssen hier in der Regel der Landwirtschaft weichen (replantingtherainforests.org, April 2009). In Nordeuropa kommt das Papier aus naturnahen Wäldern, in denen der Kreislauf von Anbau und Abholzung sorgfältig kontrolliert wird. Laut der CEPI Handels-Statistik stammen rund 94% des hier verwendetend Papiers aus Europa.

    Kinderbücher sind aufwändig in der Herstellung. Was viele Eltern nicht wissen: Immer häufiger werden sie in China hergestellt. Das Land verwendet in der Buchproduktion Tropenholz. Jedes zehnte getestete Buch enthält Tropenholz. «Kassensturz» über Bücher, die zu Raubbau an der Natur führen.

    Eine der vielen Eigenschaften von Papier ist seine Rolle als erneuerbarer und widerverwertbarer Rohstoff. Die europäische Umweltagentur EEA hat erklärt, dass die europäische Forstpraxis einen positiven Einfluss auf die Biodiversität hat (4). Rund 98% der europäischen Wälder sind durch einen Bewirtschaftungsplan vor falschem oder übermässigen Abbau geschützt (MCPFE, Europes’s Forests).

    (1) UNESCO, FAO, The Development of Forest Resources, 1950 to 2000
    (2) CEPI, Forest fact Sheet
    (3) Paper an the Environment, ATS Consulting
    (4) EEA, The European Environment, State an Outlook 2005, Seite 191

  3. Die Papierindustrie hat eine Reihe von international anerkannten Zertifizierungssystemen, welche eine nachhaltige Waldwirtschaft garantieren. Es gibt heute etwa 30 Systeme, die wichtigsten sind jedoch das Forest Stewardship Council (FSC) und das Program of Forest Certification (PEFC).

    FSC
    FSC bietet globale Standards für eine Waldwirtschaft, die ein Gleichgewicht zwischen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten herstellt. Das Wohl der Forstwirtschaft und der Ökosysteme ist genau so wichtig, wie das Anpflanzen von Bäumen bei der Sicherung der Zukunft der Wälder. FSC bietet dem Endverbraucher lückenlose Transparenz und die Möglichkeit der Nachverfolgung eines Produktes. Die sogenannte Chain-of-Custody, also die “Kette des Vertrauens”, gewährleistet den Einsatz von Materialien nach FSC-Standards in jeder Phase der Verarbeitung, bis hin zum gedruckten Endprodukt.

  4. Die grafische Industrie ist mit einer stabilen Recyclingquote von über 80 Prozent ungeschlagener Spitzenreiter in Sachen Wiederverwertung von Rohstoffen. In einer multimedialen Welt ist Print die nachhaltigste Art und Weise der Kommunikation. Elektronikschrott ist die aktuell am schnellsten wachsende Komponente in der kommunalen Abfallensorgung. Europaweit nimmt deren Anteil um jährlich 3 bis 5% zu. Laut Greenpeace-Schätzungen wächst der elektronische Abfallberg um jährlich 20 bis 50 Millionen Tonnen an.

  5. Jeder Schweizer verbraucht im Schnitt 200 kg Papier pro Jahr. Diese Menge schliesst Servietten und andere Papiere mit ein. Je nachdem, woher dieses Papier stammt, entstehen damit pro Kopf zwischen 130 und 250 kg CO2. Entscheiden ist dabei die Energie, mit welcher das Papier hergestellt wurde. Diese Menge CO2 entspricht etwa 900 gefahrenen Kilometern pro Jahr mit einem Familienauto.

    Die grafische Industrie hat die Möglichkeiten nachhaltiger, CO2-freier Drucksachen sehr früh erkannt. Man setzt dabei auf Freiwilligkeit, wobei man in den verschiedenen CO2-Modellen der Branche immer zu erst versucht, den CO2-Ausstoss zu reduzieren, bevor man ihn kompensiert.

    Reduzierende Massahmen können in Form von Prozessoptimierungen vorgenommen werden. Ist ein Unternehmen beispielsweise nach swissPSO zertifiziert, kann sich der Kunde einerseits einer standardisierten, wiederholbaren Qualität sicher sein. Andererseits fällt aus Erfahrung in solchen Betrieben weniger Makulatur an und die Produktionszeiten sinken, was sich schlussendlich in der CO2-Bilanz bemerkbar macht.