Die Situation im Papier- und Kartonmarkt spitzt sich zu

Bereits vor einigen Monaten informierten die Verbände viscom und print+ communication in ihrem Verbandsmagazin «swiss print + communication» über die sich verschlechternde Situation in den Beschaffungsmärkten. Aktuell verschärft sich die Lage im Papier- und Kartonmarkt gegenüber dem Frühjahr nochmals deutlich. Die Verbände raten ihren Mitgliedern die nötigen Vorsichtsmassnahmen zu treffen.

Die Ursachen, die zur Verschärfung der Lage beitragen, sind vielschichtig und ändern sich fast täglich. Im Frühjahr schrieben die Verbände viscom und print + communication den grossen Papierhändlern einen offenen Brief und forderten sie auf, die Gesamtmarktsituation nicht für ungerechtfertigte Preiserhöhungen zu missbrauchen. Der Papierhandel hat darauf reagiert und offen über die Herausforderungen kommuniziert.

Aus Schweizer Perspektive ist zu vermerken, dass auch die europäischen Mitbewerber mit der gleichen Problematik zu kämpfen haben. Mittlerweile geht es nicht nur um Preiserhöhungen in einem nach wie vor angespannten Marktumfeld, sondern um die generelle Verfügbarkeit. Die grafische Industrie der Schweiz ist es sich bis anhin gewohnt, ihre Standardpapiersorten mit sehr kurzen Turnaround-Zeiten zu beziehen. Aussagen aus dem Papierhandel deuten darauf hin, dass da in naher Zukunft eine deutlichen Verschlechterung der Lage eintreten könnte.

Wir fordern deshalb unsere Mitglieder auf, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten und frühzeitig auch ihre Kunden zu sensibilisieren. Diskussionen über Preiserhöhungen sollten - auch wenn sie schwierig sind - kein Tabu darstellen. Gleichzeitig werfen wir ein wachsames Auge auf das Verhalten der Zulieferindustrie und setzen uns für die Branche ein - sei es im Kampf gegen die Bündelung von Drucksacheneinkäufen beim Bund, oder der deplatzierten Preiserhöhung bei der A- und B-Post bei Briefen bis 50 Gramm.

Für Fragen und Infos stehen wir Ihnen immer zur Verfügung:

Thomas Gsponer 

Paul Fischer 

Stefano Gazzaniga